Baudynamik

Baudynamik

Moderne Bauweisen erlauben zunehmend schlankere Bauwerke. Dadurch steigt jedoch die Empfindlichkeit gegenüber dynamischer Anregung. In engem Zusammenhang mit dem Schwingungs- und Erschütterungsschutz bietet
Müller-BBM auch Beratung in der klassischen Baudynamik an.

Maschinen

Es sind nicht immer Verschleißerscheinungen und andere Schäden an den Maschinen, auch der Betrieb von Arbeitsmaschinen kann zu Schwingungseinwirkungen im Umfeld führen, die sich störend auf benachbarte Arbeitsplätze und Wohnnutzung auswirken können, selbst in größeren Entfernungen. Wir bemessen geeignete isolierte Maschinenfundamente und zeichnen ihr dynamisches Verhalten auf.

Glockentürme

Hohe, schlanke Glockentürme sind oft anfällig für eine Anregung durch das Geläute. Ausgelöst wird dies meist durch eine Resonanzsituation, in der die erste Biegeeigenfrequenz eines Turmes durch die Glockenschwingungen angeregt wird. Speziell für Glockentürme sind daher Nachweise gemäß DIN 4178 bezüglich einer Schwingungsanregung zu erbringen. Dies gilt nicht nur für Neubauten, sondern auch für historische Türme, die mit einem neuen Geläute bestückt werden oder deren dynamisches Verhalten durch Sanierung, Umbau oder alterungsbedingte Strukturveränderungen  beeinflusst wurde.

Fußgänger

Alle kennen das Phänomen: Massive Brücken können von Marschkolonnen im Gleichschritt zu hohen Schwingamplituden angeregt werden. Fußgängerbrücken werden inzwischen ab einer Spannweite von ca. 30 m standardmäßig auf ihre Schwingungsanfälligkeit untersucht. Im Einzelfall müssen aber auch weit gespannte oder besonders leichte Gebäudedecken mit Büro-, Wohn- oder Hotelnutzung, von Fitnessstudios, von Decken, Tribünen oder Balkonen in Konzert- oder Veranstaltungsstätten detailliert betrachtet werden. Der Einsatz z. B. von bedämpften Schwingungstilgern ist inzwischen ein bewährtes Mittel und Stand der Technik.

Wind

Aeroelastische Anregung kann an schlanken Bauteilen durch Windböen oder periodische Wirbelablösung entstehen. Weiterhin kann es durch Interaktion mit dem Bauwerk zu selbsterregten Schwingungen kommen.

Erdbeben

Auch in Deutschland hat die probabilistische Neubewertung von Schadensszenarien gegenüber der geologischen Situation zu einer Erhöhung der anzunehmenden Erdbebenlasten geführt. Demgegenüber werden neben den klassischen Antwortspektrenverfahren auch Nachweise durch Zeitbereichsverfahren zugelassen, in denen Nichtlinearitäten explizit berücksichtigt werden können. Neben Bauwerken ist davon auch insbesondere weltweit der Anlagenbau betroffen, an den im Katastrophenfall hohe Anforderungen gestellt werden, um eine hohe Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Umweltschäden zu vermeiden.

Auf der Grundlage langjähriger Erfahrung mit diesen Problemstellungen bietet Müller-BBM Nachweise zur Gebrauchstauglichkeit für die betroffenen Konstruktionen an bzw. unterstützt den verantwortlichen Tragwerksplaner durch die Ermittlung der anzunehmenden dynamischen Lasten für den Nachweis der Tragfähigkeit.

Da in vielen Fällen z. B. bei fußgängererregten Schwingungen weder Nachweisverfahren noch definierte Grenzwerte in den Normen oder Richtlinien existieren, erstellt Müller-BBM Gutachten mit Risikobewertungen unterschiedlicher Belastungsszenarien. Die Baudynamik bietet durch weit entwickelte und vergleichsweise einfach einsetzbare Messtechnik die Möglichkeit zur detaillierten Diagnose. Prognoseverfahren basierend auf den gewonnenen Erfahrungen gewinnen durch leistungsfähige Computer zunehmend an Bedeutung. Durch den Einsatz moderner Simulationsmethoden, die auf Messdaten gestützt sind, wie z. B. Model Updating, erreichen wir sehr zuverlässige Prognosen.

Die Ergebnisse werden als Grundlage für die Planung und Beratung zur Umsetzung eventueller Maßnahmen zur Schwingungsreduktion verwendet.

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