Ingenieurgesellschaft für Beratung, Planung, Messung und Gutachten in den Bereichen Bau, Umwelt und Technik

Die Beratung von Müller-BBM macht aus dem über 100 Jahre alten Victoriahaus in Berlin-Dahlem ein energetisch vorbildliches Gebäude

Wiedereröffnung des 100 Jahre alten, denkmalgeschützten und international renommierten Schaugewächshauses in Berlin

Das über 100 Jahre alte, denkmalgeschützte Victoriahaus ist eines der faszinierendsten Schaugewächshäuser im Botanischen Garten in Berlin-Dahlem und zugleich eine Wissenschaftseinrichtung von Weltrang.

© Dirk Altenkirch | Dach des Victoriahauses

Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 85 % gedeiht in seinen Wasserbecken neben hunderten tropischer Sumpf- und Wasserpflanzen u. a. die berühmte tropische Riesenseerose Victoria amazonica mit bis zu 30 Zentimeter großen Blüten und spektakulären, bis zu zwei Metern großen Schwimmblättern. Im Untergeschoss, das gleichzeitig als repräsentativer Haupteingang für 14 Schaugewächshäuser dient, beherbergen etwa 50 Aquarien und Paludarien darunter 19 Schaubecken mit Darstellungen von Korallenriffen oder Reisfeldern eine der international bedeutendsten Sammlungen von Unterwasserpflanzen.

© Chr. Hillmann-Huber | Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin - Riesenseerose Victoria amazonica

Das zweigeschossige Gebäude des Victoriahauses wurde in den vergangenen 12 Jahren umfassend denkmalgerecht und energetisch saniert, sodass die historische Bausubstanz auch zukünftig bewahrt bleibt und der Energiebedarf, die Energiekosten sowie die CO2 Emissionen im Sinne eines effektiven Klimaschutzes signifikant gesenkt werden konnten. Hierzu wurden von Müller-BBM auf Grundlage der EnEV 2009 im Rahmen einer EFRE-Fördermaßnahme drei mit den jeweiligen Planungsbeteiligten abgestimmte Sanierungskonzepte bewertet und mit der Bestandssituation verglichen, um mögliche Energieeinsparpotentiale aufzuzeigen.

Zur Ermittlung der Prozessenergien wurden zusätzlich zu den herkömmlichen Energien für die Konditionierung des Gebäudes weitere, speziell bei einem Gewächshaus erforderliche Energieeinsätze, wie beispielsweise die Assimilation an die Umgebung (in Form zusätzlicher Beleuchtung), die Kühlung der Aquarien oder die Erwärmung des Gießwassers und des Wasserbeckens, berücksichtigt. Zudem erfolgte die Optimierung der Verglasung, die zum einen den Bedürfnissen der Pflanzen gerecht werden muss, zum anderen einen nachhaltigen Einfluss auf den Energiebedarf des Gebäudes hat. Dank dieser Sanierung und des Anschlusses an das Nahwärmenetz werden im Botanischen Garten Berlin künftig pro Jahr 930.000 kWh weniger Primärenergie verbraucht bzw. jährlich mehr als 245 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Weitere Seiten