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Bildungscampus Freiham: Ein Vorzeige-Schulprojekt mit Strahlkraft und Bauphysik auf höchstem Niveau

Münchens modernstes Schulareal wurde pünktlich zum Schuljahresbeginn 2019 seiner Bestimmung übergeben

Rund 245 Millionen Euro Baukosten, knapp zweieinhalb Jahre Bauzeit: Der Bildungscampus Freiham war eine Baustelle der Superlative – das mit Abstand größte Schulbauprojekt der Landeshauptstadt München und eines der größten in Deutschland. Auf einer Nutzfläche von 38 500 Quadratmetern sind eine Grundschule mit fünf Parallelklassen in einem Jahrgang, ein Förderzentrum mit 19 Klassen, eine fünfzügige Realschule und ein sechszügiges Gymnasium untergebracht. Die kammartig zusammengesetzten Baukörper sind durch mittige und seitliche Gänge verbunden.

© Müller-BBM | Freiflächen Campus

Der Entwurf für den Bildungscampus Freiham stammt von felix schürmann ellen dettinger architekten und wurde in Zusammenarbeit mit Auer Weber Assoziierte realisiert. MÜLLER-BBM verantwortete bei dem Projekt die gesamte Bauphysik mit Wärmeschutz- und Energiebilanzierung, Klimasimulationen (Sommer/Winter), Bau- und Raumakustik, Schallimmissionsschutz und Schallschutz gegen Außenlärm.

Baubeginn war im Frühling 2017. Pünktlich zum Schulbeginn im September 2019 nahmen rund 1200 Schülerinnen und Schüler die neuen Schulen in Besitz. Insgesamt soll der Campus etwa 3000 Schülerinnen und Schülern Platz bieten. Im Zentrum des Schulgeländes sind Gemeinschaftsflächen untergebracht: Mensa, Küche, Bibliothek, Atelierflächen und ein Versammlungsraum für mehr als 900 Personen.

© Müller-BBM | Aula im Innenbereich

Die einzelnen Schulen sind nach dem Münchner Lernhauskonzept geplant. Das Lernen erfolgt in sogenannten Clustern, die je nach Schulart aus mehreren Klassenzimmern, Räumen für Ganztagsbetreuung und Inklusion sowie einem Teamzimmer bestehen und sich um einen offenen, multifunktionalen Mittelbereich gruppieren. Umlaufende Fluchtbalkone gliedern die Fassaden und verleihen ihnen Tiefe.

© Müller-BBM | Freianlagen Campus

Aufgrund der exponierten Lage wirken auf die Schulgebäude nicht unerhebliche Verkehrslärmimmissionen ein. Vor diesem Hintergrund müssen die Fassaden hohe Schallschutzanforderungen erfüllen. Gleichzeitig wurde unter der Mitwirkung von MÜLLER-BBM ein fensterunabhängiges Lüftungskonzept für die Aufenthaltsräume erarbeitet. Entlang der angrenzenden Bundesstraße sind die Fassaden der Lernhäuser größtenteils geschlossen, eine transparente Lärmschutzwand bietet zudem weiteren Schallschutz.

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