Emissions- und Immissionsprognosen

Emissions- und Immissionsprognosen

Für die immissionsschutzrechtliche Bewertung Ihrer Planung bieten wir Ihnen problemorientierte Untersuchungen an. Müller-BBM schafft die Grundlagen zur Bewertung verschiedener Szenarien mit Hilfe von Immissionsprognosen. Dafür berechnen wir die verkehrsbedingten Emissionen und die dadurch verursachten Immissionen, beispielsweise die Anzahl der durch Verkehrslärm oder Luftschadstoffe belasteten Anwohner. Auch bei der Auslegung geeigneter Schutzmaßnahmen sind wir Ihnen gerne behilflich.

Unsere Leistungen in folgende Bereichen:

Luftschadstoffe

Die verkehrsbedingten Emissionen ermitteln wir in der Regel anhand der Verkehrsdaten und der Datenbank „HBEFA Handbuch Emissionsfaktoren des Straßenverkehrs” nach der Richtlinie VDI 3782 Blatt 7 „Kfz-Emissionsbestimmung Luftbeimengungen”. Der Transport der Schadstoffe mit der Luftströmung wird mit verschiedenen mikro- und mesoskaligen Strömungs- und Ausbreitungsmodellen berechnet. Die Auswahl der eingesetzten Modelle richtet sich nach den Randbedingungen und den topografischen Gegebenheiten im Untersuchungsgebiet.

Für einfache Einschätzungen der Schadstoffbelastungen in bebauten Siedlungsbereichen eignen sich die Screeningverfahren PROKAS oder IMMISluft. Detaillierte Berechnungen des von Gebäuden oder beispielsweise Lärmschutzwänden beeinflussten Windströmungs- und Ausbreitungsverhaltens ermöglicht das mikroskalige, prognostische Modell MISKAM. Zur Berücksichtigung der Einflüsse von Geländestrukturen (z. B. enge Täler) setzen wir die Modelle LASAT oder METRAS ein.

Bei windschwachen, wolkenarmen Wetterlagen können nachts sog. Kaltluftabflüsse (Hangabwinde) entstehen; diese werden ggf. mit dem vom Deutschen Wetterdienst entwickelten prognostischen Simulationsmodell KLAM_21 berechnet und bei den Ausbreitungsrechnungen mit LASAT integriert. Bei großen Geländesteigungen kann es erforderlich sein, das prognostische mesoskalige Windfeldmodell METRAS einzusetzen.

Die Stickstoffeinträge in die Grundflächen von Fauna- und Flora-Habitaten (FFH) ergeben sich aus den mit LASAT-Simulationen ermittelten Deposition (trockene und nasse) der Stickstoff enthaltenden Schadstoffe (Stickstoffoxide und Ammoniak) am Boden.

Müller-BBM bearbeitet die Untersuchungen grundsätzlich entsprechend der Richtlinie VDI 3783 Blatt 14 „Qualitätssicherung in der Immissionsberechnung Kraftfahrzeug bedingter  Immissionen” unter Beachtung aller einschlägigen Vorschriften und Richtlinien. Alle Verfahren und Modelle sind vor Gericht anerkannt. Damit gewährleisten wir Ihnen rechtssichere Gutachten für Ihre Planung.

Verkehrsgeräusche

Beim Bau oder der wesentlichen Änderung von Straßen- und Schienenwegen sowie von Anlagen des Flugverkehrs sowie bei vergleichbaren Fragestellungen in der Bauleit- oder der Lärmminderungsplanung sind nach den rechtlichen Vorgaben zunächst die Geräuschimmissionen zu prognostizieren und zu beurteilen.

Hierzu führt Müller-BBM umfangreiche Simulationen in dreidimensionalen Berechnungsmodellen durch. Hierbei werden alle relevanten Schallquellen sowie Abschirmeinrichtungen und Gebäude in ein Geländemodell eingepflegt, die Berechnung der Geräuschimmissionen erfolgt nach den eingeführten Regelwerken: für Straßenverkehrsgeräusche nach den RLS-90, für Schienenverkehrsgeräusche nach der Schall 03, für Fluglärm nach dem Verfahren der AzB. Im Rahmen der Lärmkartierung und Lärmminderungsplanung nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie ist auch die hausgenaue Einbeziehung von Einwohnerdaten möglich.

Die ermittelten Beurteilungspegel werden danach mit den einschlägigen Richt- und Grenzwerten verglichen, bei entsprechenden Fragestellungen kann auch die Anzahl der von einem bestimmten Beurteilungspegel Betroffenen ermittelt werden.

Auf diese Weise können die Ergebnisse für verschiedene Lärmschutzmaßnahmen schnell verglichen werden und die schalltechnisch günstigste Maßnahme gewählt werden.

Sport- und Freizeitanlagen

Sport- und Freizeiteinrichtungen werden meist abends und am Wochenende genutzt, also in Zeiten, in denen das Ruhebedürfnis der Anwohner am größten ist. Im Umfeld von Fußball- und Tennisplätzen oder Go-Cartbahnen, Basketballfeldern und Schwimmbädern etc. gibt es daher häufig Konflikte mit der benachbarten Wohnnutzung. Auch durch künstliche Beleuchtungsanlagen wie Flutlichtscheinwerfer können Beeinträchtigungen der Nachbarschaft auftreten.

Hier gelten besonders strenge gesetzliche Anforderungen, die meist nur mit umfangreichen Schutzmaßnahmen eingehalten werden können.

Schalltechnische Verträglichkeit

Bei der Planung von neuen Sport- oder Freizeitanlagen, aber auch bei der Sanierung oder der Erweiterung bestehender Anlagen ist die schalltechnische Verträglichkeit mit der angrenzenden Wohnbebauung sicherzustellen. Werden elektro-akustische Systeme in der Anlage eingesetzt, muss ein geeigneter Kompromiss zwischen dem Informations- oder Unterhaltungsbedürfnis der Besucher und dem Ruhebedürfnis der Anwohner gefunden werden. Auch die zur Sportanlage gehörigen Parkplätze sind entsprechend zu berücksichtigen. Deshalb sind häufig Schallschutzmaßnahmen erforderlich, wenn die Sport- oder Freizeitanlage unmittelbar an Wohnbebauung angrenzt. Dabei gibt es für die Planer in der Regel mehrere Optionen, deren Wirksamkeit im Vorfeld abzuwägen ist.

So kann die schalltechnische Verträglichkeit einer Anlage beispielsweise durch eine günstige Anordnung ihrer einzelnen Einrichtungen erreicht werden. Alternativ hierzu sind schalltechnisch optimierte Nutzungszeiten und ggf. Abschirmeinrichtungen möglich.

Lichtimmissionen

Wir bieten Ihnen die Messung, Bewertung, Prognose und Auslegung von Schutzmaßnahmen bei Lichtimmissionen an. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Unsere Experten erarbeiten gerne individuelle Lösungen für Sie.

Erschütterungen

Erschütterungen aus Schienen- oder auch Straßenverkehr können in nahe gelegenen Gebäuden Bauteilschwingungen verursachen, die unter Umständen zu Belästigungen der Bewohner und Nutzer führen.

Müller-BBM ist seit über 30 Jahren auf dem Gebiet der Erschütterungsmessung und -prognose tätig. Wir ermitteln Erschütterungsimmissionen aus Schienenverkehr in bestehenden und geplanten Bauwerken und beurteilen diese bezüglich der Einwirkung auf Menschen in Gebäuden nach DIN 4150-2 und auf bauliche Anlagen nach DIN 4150-3.

Falls Gebäude an schwingungsbelasteten Orten errichtet werden sollen, führen wir im Vorfeld Standortanalysen und Risikobewertungen durch. Bei festgestellten oder prognostizierten schädlichen Einwirkungen beraten wir Planer und Bauherren bei der schwingungsoptimierten Auslegung von Bauteilen. Auch die Auslegung und Ausführung von schwingungsmindernden Maßnahmen zum Schutz der baulichen Anlagen und zur Gewährleistung der Gebrauchstauglichkeit gehören zu unserem Leistungsspektrum.

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