Windenergieanlagen

Windenergieanlagen (WEA)

Im Zuge der Energiewende wurden in Deutschland eine Vielzahl von Windenergieanlagen (WEA) errichtet und in Betrieb genommen. Anzahl und Leistung der WEA werden sich im Laufe der nächsten Jahre weiter erhöhen.

Die von WEA abgestrahlten Geräusche setzen sich aus aerodynamischen und mechanischen Komponenten zusammen. Die zumeist dominierenden aerodynamischen Geräusche werden von den Rotorblättern durch Wirbelablösung an den Blattspitzen und an der Abströmkante verursacht. Mechanische Geräusche können im Getriebe (bei Getriebemaschinen), im Generator und durch Hilfsanlagen wie Lüfter, Drehantriebe und Stromrichter entstehen. Vor allem die Getriebegeräusche werden häufig auf die Nabe oder andere Strukturen übertragen und von dort als Luftschall abgestrahlt.

Die Geräusche von WEA können von Anwohnern in der Umgebung als störend wahrgenommen werden. Deshalb wird die zu erwartende Geräuschbelastung bereits vor Erteilung der Genehmigung durch eine Geräuschimmissionsprognose untersucht sowie die tatsächliche Schallimmission nach Errichtung und Inbetriebnahme der WEA bzw. eines Windparks messtechnisch ermittelt. Die Schallimmissionen können entweder durch direkte Schallpegelmessungen bei den betroffenen Anwohnern (Schallimmissionsmessungen) oder durch Schallemissionsmessungen im Nahfeld der WEA mit einer anschließenden Schallausbreitungsberechnung ermittelt werden.

Schallemissionsmessungen

Das wesentliche Ziel der Emissionsmessung besteht darin, die Schallemission der WEA als Funktion der Windgeschwindigkeit zu beschreiben. Die Schallemissionsmessungen werden nach der DIN EN 61400 11: "Windenergieanlagen. Teil 11: Schallmessverfahren" und den Vorgaben der Technischen Richtlinie der "Fördergesellschaft für Windenergieanlage" (FGW) durchgeführt. Alle Messgrößen, die zur Bestimmung des Schallleistungspegels der WEA erforderlich sind, werden mit dem Vielkanal-Messsystem PAK unserer Schwesterfirma Müller-BBM VibroAkustik Systeme GmbH zeitgleich aufgezeichnet.

Durch diese Vorgehensweise und durch eigene Auswerteprogramme können wir unmittelbar nach der Messung eine erste Auswertung des Schallleistungspegels über die Windgeschwindigkeit vornehmen.

Schallimmissionsmessungen

Die Schallimmissionsmessungen werden nach der Sechsten Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Bundes-Immissionsschutzgesetz (Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm - TA Lärm) vom 26. August 1998 durchgeführt. Zur Auswertung werden die Leistungsdaten der WEA, die Windgeschwindigkeit und die Windrichtung berücksichtigt. Zur Auswertung werden nur die fremdgeräuschfreien Abschnitte bei hoher WEA-Leistung herangezogen.

Müller-BBM ist gemäß § 29b des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der Bekanntgabeverordnung (41. BImSchV) als sachverständige Stelle bekannt gegeben. Die Bekanntgabe umfasst u. a. die Ermittlung der Emissionen und Immissionen von Geräuschen und Erschütterungen. Detaillierte Informationen hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche gemäß der Gruppeneinteilung der 41. BImSchV sind im Recherchesystem Messstellen und Sachverständige veröffentlicht.

Das Prüflaboratorium für Schall und Schwingungen sowie das Kalibrierlaboratorium für Beschleunigung und akustische Messgrößen sind nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert. Die Akkreditierungsurkunden können hier heruntergeladen werden.

Unsere Aktivitäten zu Offshore-Windenergieanlagen finden Sie hier.

 

 

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