Spatenstich für den Neubau des Strafjustizzentrums in München

Neubau des Strafjustizzentrums in München

Spatenstich am 25. November 2015

Am 25.11.2015 erfolgte der Spatenstich für den Neubau des Strafjustizzentrums am Leonrodplatz. Müller-BBM berät das Staatliche Bauamt München I und die Architekten seit Beginn der Planung Anfang 2014 in allen Fragen rund um die Akustik und den baulichen Schallschutz.

In dem Gebäude werden ab 2021 alle Münchner Strafgerichte und Staatsanwaltschaften zentral zusammengeführt. Bei dem Vorhaben handelt es sich mit einem Projektvolumen von 295 Mio. Euro um eine der größten Baumaßnahmen, die der Freistaat Bayern bisher im Hochbau durchgeführt hat.

Für das in den 70er-Jahren erbaute Strafjustizzentrum an der Nymphenburger Straße besteht nach fast 40 Jahren Justizbetrieb ein erheblicher Sanierungsbedarf. In der jüngeren Vergangenheit – und besonders aktuell beim NSU-Verfahren oder beim Kriegsverbrecher-Prozess gegen John Demjanjuk – erwiesen sich die Säle als viel zu klein. Besucher mussten regelmäßig abgewiesen werden.

Für einen Neubau wurde ein Architektenwettbewerb ausgelobt, aus dem das Architekturbüro Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH aus 27 eingereichten Beiträgen als Sieger hervorging.

In dem fünf-, sechs- und zum Leonrodplatz hin siebenstöckigen Gebäude werden 1.300 Menschen arbeiten. Geplant sind u. a. 54 Sitzungssäle. Diese Säle gliedern sich über drei Ebenen um den größten der drei Innenhöfe, den zukünftigen Justizgarten. Gläserne Fronten sollen symbolisch für die Transparenz der Rechtsprechung stehen.

Nach dem erfolgten Spatenstich ist für 2016 die Baugrubenerstellung und für 2017 der Beginn der Rohbauarbeiten vorgesehen.

Visualisierung des zukünftigen Strafjustizzentrums aus Sicht des Leonrodplatzes
(Quelle: Frick Krüger Nusser plan 2 GmbH)
Die Architekten Krüger, Frick, Nusser von plan 2 GmbH (vlnr) beim Spatenstich

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