Pilotprojekt Ingolstadt: Langzeitmonitoring eines zweilagigen offenporigen Asphalts

Pilotprojekt Ingolstadt:
Langzeitmonitoring eines zweilagigen offenporigen Asphalts

Für den Ausbau der Westlichen Ringstraße in Ingolstadt hat die Regierung von Oberbayern festgelegt, dass zum Schutz der Anwohner zusätzlich zur Schallschutzwand ein hochwirksamer geräuschmindernder Fahrbahnbelag aufgebracht werden muss. Deshalb baute die Stadt Ingolstadt auf der Westlichen Ringstraße im Herbst 2005 einen zweischichtigen offenporigen Asphalt (2 OPA) ein. Das Projekt wurde von Müller-BBM im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Umwelt begleitet. Der Einbau wurde von erfahrenen Firmen realisiert und seitdem akustisch und bautechnisch wissenschaftlich begleitet.

In diesem Zusammenhang wurden jährlich in-situ-Messungen des Schallabsorptionsgrades, des Strömungswiderstandes und der Oberflächentextur durchgeführt. Zusätzlich erfolgten auf allen Fahrstreifen mindestens einmal jährlich CPX-Messungen zur Überprüfung der akustischen Eigenschaften. Außerdem wurde der Fahrbahnkorrekturwert DStrO jährlich durch Fernfeldmessungen (SPB-Messungen) überprüft.

In den ersten acht Betriebsjahren blieb die akustische Leistungsfähigkeit der zweilagigen OPA-Deckschichten in weiten Bereichen der Pilotstrecke erhalten, nur in Teilbereichen mit hoher Beanspruchung wie Abbiegespuren und den Bereichen vor Ampeln ergaben sich im Lauf der Zeit Verschlechterungen. Vor allem im Anfangsbereich der Fahrstreifen verschlechterte sich die Schallabsorption kontinuierlich, dies kann auf den erhöhten Schmutzeintrag durch Fahrzeuge aus zuvor angrenzenden dichten Fahrbahnbelägen zurückgeführt werden.

Die Ergebnisse der durchgeführten Messungen erlauben es für weitere Maßnahmen langfristige wirtschaftliche Planungen zu realisieren. Im Zusammenhang mit der jeweiligen Verkehrs- und Planungssituation kann aufbauend auf den Ergebnissen geprüft werden, ob ein offenporiger Fahrbahnbelag oder eine andere geräuschmindernde Deckschicht in konkreten Situationen eingesetzt werden können.

Die ausführlichen Ergebnisse sowie Folgerungen zur weiteren Anwendung offenporiger Fahrbahnbeläge innerorts finden Sie im Schlussbericht zum Pilotprojekt.

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