Ingenieurgesellschaft für Beratung, Planung, Messung und Gutachten in den Bereichen Bau, Umwelt und Technik

Museum der Bayerischen Geschichte MdBG in Regensburg:
Müller-BBM verantwortlich für Bau- und Raumakustik sowie Schallimmissionsschutz

Festakt zur feierlichen Eröffnung am 04.06.2019

Nach einem Festakt mit Ministerpräsident Markus Söder wurde das Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg am 04.06.2019 endgültig der Öffentlichkeit übergeben und bietet bis zum 30.06.2019 allen Besucherinnen und Besuchern freien Eintritt.

Den Architekturwettbewerb für den Neubau des Museums konnte das Frankfurter Büro Wörner Traxler Richter für sich entscheiden. Der Entwurf überzeugte vor allem durch seine gründliche Auseinandersetzung mit dem städtebaulichen Umfeld der Regensburger Altstadt als Weltkulturerbe. Ausgehend von der direkten Lage des Gebäudes an der Donau mit dem gewaltigen Dom im Hintergrund, den verschachtelten Gassen und einer einzigartigen Dachlandschaft, entwickelte das Büro Wörner Traxler Richter einen stimmigen und vor allem ästhetisch schlüssigen Entwurf. Der monolithische Bau mit seiner grauen Keramikfassade wirkt einerseits eigenständig und selbstbewusst und ist andererseits wie selbstverständlich in das städtische Panorama integriert. Die gewählte skulpturale Form mit ihren in die Architektursprache der Moderne übersetzten historischen Dachformationen prägt den Ort nachhaltig und wird damit sowohl der überregionalen Bedeutung des Museumsbaus als auch dem historischen Kontext Bayerns gerecht.

© Stefan Hanke | Außenansicht auf der Donauseite.


Das lichtdurchflutete Foyer mit seiner imposanten Rauten-Glasdecke nimmt Bezug auf den verlorenen Hunnenplatz und dient als zentraler Eingangsbereich des Museums. Geschickt und für den Besucher nahezu unsichtbar sind an den Stahlträgern des Glasdaches und an den Faschen der Fenster schallabsorbierende Flächen integriert. Diese sorgen für ein angenehmes Ambiente, so dass auch Führungen und Präsentationen akustisch gut möglich sind und der Bildungsauftrag des Museums bestens erfüllt werden kann.

© Stefan Hanke | Foyer mit Rauten-Glasdach.


Auf 2500 m² Fläche erwarten den Besucher sowohl die Dauerausstellung zur Geschichte Bayerns von 1800 bis in die Gegenwart als auch weitere 1000 m² mit Sonderausstellungen. Darüber hinaus umfasst das Museumsgebäude in einem eigenen Baukörper eine Bavariathek mit Medienräumen, eine Bibliothek und ein Bildarchiv. Mit der Erweiterung in den virtuellen Raum hinein werden gerade in der Museumspädagogik neue Maßstäbe gesetzt; ein zusätzliches eindrucksvolles Erlebnis bietet der Schauraum mit einem Panorama von 360°, auf dem Medieninstallationen zur bayerischen Geschichte präsentiert werden.

Müller-BBM war bei diesem Projekt für die gesamte Bau- und Raumakustik sowie für den Schallimmissionsschutz verantwortlich.

© Stefan Hanke | Ausstellungsraum mit schallabsorbierender Lamellendecke.

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