Erste Orchesterprobe der Bochumer Symphoniker im Anneliese Brost Musikforum Ruhr

Erste Orchesterprobe der Bochumer Symphoniker im Anneliese Brost Musikforum Ruhr

Bewährungsprobe erfolgreich bestanden!

Es war „nur" ein Test: Am 21. und 22. Juni spielten die Bochumer Symphoniker mit Generalmusikdirektor Steven Sloane zum allerersten Mal auf der Bühne im neuen, noch nicht ganz fertiggestellten Konzert- und Veranstaltungssaal des Anneliese Brost Musikforums Ruhr in Bochum mit 960 Plätzen. Die Stühle fehlten teilweise noch, sie wären ohnehin fast leer geblieben. Denn das Publikum bestand aus einem kleinen geladenen Kreis aus Stadtvertretern, Architekten, Technikern, Akustikern und Mitarbeitern. Gespielt wurde ein breites Repertoire mit Werken von Mozart bis Mahler.

Akustiktest für den perfekten Klang

Die Proben dienten dazu, den Bochumer Symphonikern einen ersten Eindruck ihres neuen Saals zu vermitteln und herauszufinden, inwieweit die akustischen Planungen und Berechnungen in der Realität umgesetzt worden sind und wo bei den verbleibenden Arbeiten noch feinjustiert werden muss, damit bei der Eröffnung im Herbst 2016 auf allen Plätzen das perfekte Hörerlebnis gewährleistet ist. Schon jetzt waren die Zuhörer vom Klang überwältigt. Und auch die Akustikexperten zeigten sich mit dem ersten Eindruck überaus zufrieden. Für den perfekten Klang arbeiteten die Akustiker von Müller-BBM von Anfang an eng mit den Architekten zusammen. Der Entwurf für das Gesamtensemble stammt von den Stuttgarter Architekten Bez+Kock. Die einstige neogotische Marienkirche dient künftig als Foyer für den neuen Konzertsaal und für einen ebenfalls neuen kleinen Saal, der zukünftig von der Bochumer Musikschule vielfältig genutzt wird. Die viereinhalb Tonnen schwere Kirchenglocke übernimmt den Pausen-Gong.

Orchesterprobe im Anneliese Brost Musikforum Ruhr, Bochum

„Schuhkarton plus"

„Die Akustik ist der hörbare Teil der Architektur“, sagt Eckard Mommertz, der verantwortliche Akustiker von Müller-BBM. Im Konzertsaal in Bochum bildet der sogenannte „Schuhkarton“, ein klassischer Rechteckraum, die Basis. Ergänzt wurde er mit einer behutsamen Umrundung von Dirigent und Orchester durch weitere Zuschauerplätze. Der Vorteil der Rechteck-Bauweise: Der Widerhall der Seitenwände hebt die hohen Töne bei lauten Musikpassagen hervor, die Töne werden in Richtung der Zuhörer geleitet, die Musik klingt dynamischer.

Offizielle Eröffnung im Oktober 2016

Dass es das neue Anneliese Brost Musikforum Ruhr überhaupt gibt, ist eigentlich ein Wunder und vor allem dem Einsatz der Bochumer Symphoniker mit ihrem Generalmusikdirektor Steven Sloane und dem Engagement von über 20.000 Spendern, der Unterstützerallianz aus der Stadt Bochum, dem Land NRW und der EU zu verdanken. Mit einem großen Bürgerfest wird es im Oktober 2016 offiziell eröffnet.

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