Charakterisierung der Staubexposition bei der Bearbeitung von Carbonbeton

Charakterisierung der Staubexposition bei der Bearbeitung von Carbonbeton

Im Rahmen einer Diplomarbeit wurde der experimentellen Quantifizierung und ldentifizierung der inhalativen Staubexposition, welche durch mechanische Arbeitsprozesse an carbonfaserbewehrten Betonen freigesetzt wird, nachgegangen. lm Fokus stehen Carbonbetonvarianten, die im Rahmen des ,,C3-Pro¡ekts" an der TU Dresden entwickelt wurden. lnnerhalb des Projekts fanden experimentelle Untersuchungen statt, um praxisübliche Bearbeitungs- und Abbruchprozesse an Betonprüfkörpern zu simulieren. Die Charakterisierung dieser Staubfreisetzungen im Sinne einer Arbeitsplatzmessung steht im Mittelpunkt der Arbeit. Durch den Einsatz des praxisüblichen PGP-Probenahmesystems wurden Stäube im Abstand von 1 m zur Expositionsquelle erfasst und anschließend ausgewertet.

Staubmassekonzentrationen wurden für A- und E-Stäube mittels Wägung bestimmt. Die Ermittlung der Faseranzahlkonzentrationen für anorganische und organische Faserstäube fand mit dem Rasterelektronenmikroskop (REM) und dem energiedispersiven Röntgenspektrometer (EDX) statt. Aus der Gegenüberstellung der Messwerte für alle Arbeitsverfahren ging hervor, dass vor allem Säge- und Schleifprozesse zu hohen Staubexpositionen führen. Die Betrachtung der Betondruckfestigkeit in Bezug auf die Staubexposition ergab, dass die Bearbeitung von hochfesten gegenüber normalfesten Betonen zu größeren Konzentrationen für die jeweiligen Arbeitsverfahren führt. Organische WHO-Fasern konnten nicht eindeutig als Carbonfasern identifiziert werden. Insgesamt geht kein erhöhtes Gefahrenpotential von organischen Fasern aus, da der Beurteilungsmaßstab für Faserstäube für alle Untersuchungen eingehalten wurde.

C³-Carbon Concrete Composite wird als eines von zehn Projekten im Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ im Rahmen von „Unternehmen Region“ mit ca. 45 Mio. Euro gefördert. Rund 23 Mio. Euro kommen aus Eigenmitteln der Partner hinzu. So stehen den beteiligten Partnern in den zehn Projekten über 65 Mio. Euro Forschungsmittel für das Thema zu Verfügung.

Demonstratoren, Vergleich Stahl-und Carbonstab sowie Textilbeton. © filmaton.tv

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