Gebäudeschadstoffe

Gebäudeschadstoffe –
Erkennen, Bewerten, Beseitigen

Als Schadstoffe werden Stoffe bezeichnet, die den Menschen und die ihn umgebende Umwelt schädigen können. Typische Gebäudeschadstoffe sind Asbest und künstliche Mineralfasern, polychlorierte Biphenyle (PCB), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), schwerflüchtige Schadstoffe wie Holzschutzmittel sowie leichtflüchtige Schadstoffe wie beispielsweise Formaldehyd und nach neuerer Lesart auch biologische Gefährdungen, die u. a. aus dem Vorhandensein von Schimmelpilzen, Bakterien und Taubenkot resultieren. In der Vergangenheit wurden Stoffe, die heute gemeinhin als Schadstoffe bezeichnet werden, aufgrund ihrer Materialeigenschaften in großem Umfang bei der Errichtung von baulichen Anlagen eingesetzt. Im Laufe der Zeit wurden die gesundheitlichen Auswirkungen für Verarbeiter und Nutzer deutlich, zahlreiche Herstellungs- und Verwendungsverbote waren die Folge. Viele dieser Produkte sind jedoch in Bestandsgebäuden nach wie vor zu finden. Durch steigende Sensibilität der Nutzer und aufgrund gesetzlicher Anforderungen, zum Beispiel in den Landesbauordnungen, werden Sanierungsmaßnahmen immer häufiger erforderlich.

Aufgrund ihrer Verbreitung sind Gebäudeschadstoffe nahezu immer ein Thema, wenn in die Bausubstanz von Bestandsgebäuden eingegriffen werden soll. Sinnvollerweise wird im Vorfeld aller weiteren Planungen ein Schadstoffkataster erstellt. Nur so ist gewährleistet, dass alle folgenden Maßnahmen nicht durch das „plötzliche“ Auftreten von Schadstoffen verzögert und die Bauarbeiten dadurch unkalkulierbar verteuert werden.

Die Erfassung der Schadstoffbelastung einer baulichen Anlage erfordert umfassende Kenntnisse und intensive Untersuchungen. Unsere Fachleute begutachten das Gebäude in allen zugänglichen Bereichen. Anhand dieses ersten Überblicks wird ein Probenahmeplan erstellt, der auch Bauteilöffnungen und Materialprobenahmen beinhaltet. Möglicherweise kann es auch erforderlich sein, Kontakt-, Abklatsch-, oder Hausstaubproben zu entnehmen bzw. Raumluftmessungen durchzuführen. Als Grundlage dienen alle vorhandenen Informationen über das Gebäude und die Nutzung seit der Errichtung. Die entnommenen Proben werden in firmeneigenen, akkreditierten Prüflaboratorien auf Schadstoffe analysiert. Die Ergebnisse werden bewertet, um auf dieser Grundlage das Schadstoff-Kataster zu erstellen. Damit sind das Gebäude und die vorhandenen Schadstoffe erfasst, die Sanierungs-, Abbruch- und Entsorgungskonzepte können geplant und die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen erstellt werden. Die Überwachung der Sanierungsarbeiten und die Abnahme der Leistungen runden unser Angebot ab.

Auch die von Bauprodukten und Einrichtungsgegenständen ausgehenden Gerüche können zu massiven Belästigungen der Nutzer und Beeinträchtigungen der möglichen Raumnutzung führen. Wir erfassen und bewerten vorhandene Gerüche und erstellen gegebenenfalls eine gesundheitlich-hygienische Beurteilung der Geruchsstoffe in der Innenraumluft mithilfe von Geruchsleitwerten.

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