Energetische Gebäudesanierung

Energetische Gebäudesanierung

Drei Viertel der knapp 39 Millionen Wohneinheiten in Deutschland sind älter als 30 Jahre. Etwa 24 Millionen Einheiten hatten 2010 einen wohnflächenbezogenen Heizenergieverbrauch, der um ein Vielfaches über dem für Neubauten zulässigen Niveau der aktuell gültigen Energieeinsparverordnung liegt. Die in Deutschland angestrebte Reduzierung des CO2-Ausstoßes ist ohne energieeinsparende Maßnahmen am Gebäudebestand nicht zu erreichen.

Unter energetischer Gebäudesanierung versteht man bauliche und anlagentechnische Maßnahmen an bestehenden Gebäuden, die vorrangig auf Heizenergieeinsparungen abzielen. Primär sind dabei bauliche Wärmedämm-Maßnahmen an der Gebäudehülle (Fenster, Außenwände, Dächer, Bodenplatte) sowie innerhalb des Gebäudes an Kellerdecken und unbeheizten Dachböden erforderlich. Zusammen mit einer energieeffizienteren Anlagentechnik kann der Energieverbrauch auf einen Bruchteil des Verbrauchs eines unsanierten Gebäudes gesenkt werden. Des Weiteren ist die aktive und passive Integration von regenerativen Energien ein wichtiger Baustein bei der Umsetzung von Sanierungskonzepten.

Müller-BBM unterstützt Sie bei Ihrem Objekt mit folgenden wesentlichen Leistungen:

  • Bauphysikalische und anlagentechnische Bestandsaufnahme des Gebäudes
  • Durchführung von bauphysikalischen Messungen (z. B. Thermografie, Blower-Door, Temperatur- und Feuchtemessungen)
  • Aufstellen eines Konzeptes für die energetische Sanierung unter Einbeziehung von ökonomischen, öffentlich-rechtlichen sowie von baukonstruktiven und anlagentechnischen Aspekten
  • Beratung zur Inanspruchnahme von Förderprogrammen und Fördermitteln inkl. der damit ggf. verbundenen Antragstellung und Nachweisführung
  • Bemessung der erforderlichen Dämmschichtdicken und -qualitäten unter Berücksichtigung konstruktiver Besonderheiten der jeweiligen Bestandskonstruktion sowie eventuell vorhandener Vorgaben des Denkmalschutzes
  • die Fachplanung und Beratung zur konstruktiven Umsetzung
  • im Detail die unterstützende Bauüberwachung

Bei der Klärung von Fragestellungen zur konstruktiven Ausgestaltung von Bauteilen, Bauteilanschlüssen und Detailpunkten verwenden wir moderne Planungswerkzeuge und -verfahren, wie z. B. hygrothermische Simulationen. Bei einem Rückbau alter Dämmschichten und Baustoffe im Zuge der Sanierung können wir unsere Spezialkenntnisse und Labordienstleistungen zur Schadstoffsanierung einbringen.

Bei Gebäuden bzw. Nutzungen mit sehr hohen Anforderungen an das Raumklima (z. B. Museen, Archive oder Galerien) werden Sanierungen häufig genutzt, um gleichzeitig moderne Lüftungs- und Klimaanlagen zur Verbesserung des Raumklimas einzubauen. Im Vergleich zum „historischen Klimakonzept” des Gebäudes ergeben sich dadurch nachhaltige Veränderungen, die im Extremfall zu Schäden am Gebäude führen können. Die bauphysikalische Sanierungsplanung von Müller-BBM berücksichtigt daher auch immer die Zusammenhänge zwischen Gebäude und Raumklima bzw. Raumklimatechnik. Wir prüfen, welches Raumklima dem Gebäude „zugemutet” werden kann bzw. welche Maßnahmen notwendig sind, damit Gebäude und Raumklima im Einklang stehen.

Profitieren Sie von den umfangreichen und speziellen Projekterfahrungen unserer Mitarbeiter.

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